Train the Trainer

Als wir unser Konzept zur ambulanten soziotherapeutischen Betreuung für Kinder und Jugendliche mit psychiatrischen Auffälligkeiten auf den Weg brachten, war klar, dass wir eine Strategie benötigen, wie wir die Ansprüche unserer Soziotherapie auf die erlebnistherapeutischen Sequenzen übertragen können.

Logischer Schluss dieser Überlegungen war, die Trainer und Erlebnistherapeuten selbst auszubilden. Hier begeben wir uns jedoch nicht in das klassische Feld der Erlebnispädagogik. Es gibt deutschlandweit ein gut gestricktes Netz aus hervorragenden Ausbildungsinstituten (siehe www.ziel.org). So wählten wir die Variante, ausgebildete Erlebnis-, Kunst-, Kultur- oder Sozialpädagogen mit besonderen Hobbys oder Fähigkeiten im Sinne unseres soziotherapeutischen Konzeptes und dem damit verbundenen (manchmal herausforderndem) Anspruch an akzeptierende Arbeitskonzepte zu schulen.

Diese Erfahrungen geben wir auch gezielt an fremde Trainer, Erlebnispädagogen, Therapeuten oder Trainergruppen weiter.

Schwerpunkte des Trainings sind unter Anderem:
  • Bedingungsanalyse von Sport- und Abenteueraktionen mit psychisch kranken Kindern und Jugendlichen
  • Besonderheiten des Begriffes Abenteuer aus soziotherapeutischer Sicht
  • Umsetzung und Gestaltung von erlebnistherapeutischen Projekten
  • Kommunikation, Kontroll- und Transferprozesse
  • Hintergrundwissen, Diskussion & Fragen
  • soziotherapeutische Inhalte in der erlebnispädagogischen Arbeit mit psychisch kranken Kindern und Jugendlichen
  • die Entstehung psychischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter aus sozialpsychiatrischer Sicht
  • krankheitsbedingte Verhaltensweisen erkennen und als Ressource im Setting nutzen
  • handlungsorientiertes Lernen …ich bin, was ich lange nicht gespürt habe
  • Kompensationsstrategien sehen und als Chance begreifen
  • „Fluch und Segen“ - Partizipation psychisch Kranker im Lernfeld Erlebnispädagogik
  • einzelne Krankheitsbilder aus erlebnistherapeutischer Sicht

Diese Seminare finden im klassischen erlebnispädagogischen Setting statt. So wird den Teilnehmern ermöglicht, ihre eigenen Erfahrungen (z.B. am Fels) direkt mit den neuen Lerninhalten zu vergleichen und zu verknüpfen.