Eltern

"Vieles hätte ich verstanden, wenn man es mir nicht erklärt hätte“
(Stanislaus Jerszy)

Was ist ambulante Soziotherapie?
Soziotherapie findet grundsätzlich im Lebensumfeld unserer Klienten statt. Jeder unserer Betreuer hat nur einen Klienten. Die Soziotherapie beinhaltet im Wesentlichen das (Wieder-)Erlernen sozialer Kompetenzen und Alltagsfähigkeiten auf der Handlungsebene unter Berücksichtigung krankheitsbedingter Verhaltensweisen. Entscheidungen des Jugendlichen und auch die der Eltern, werden in ihrem Sinne vorbereitet und die abgesprochene Handlung beobachtet und reflektiert. In manchen Betreuungen ist es sinnvoll weitere psychotherapeutische oder auch medizinische Hilfen in Anspruch zu nehmen. Daher besteht ein weiterer Schwerpunkt der ambulanten Sozitherapie darin, Helferkreise zu bilden, die im Interesse der Familie tätig werden. Dies wird besonders erfolgreich sein, wenn der Betreuer wie auch der zu Betreuende bereit sind, sich auf Augenhöhe zu begegnen und somit eine vertrauensvolle „Arbeitsbeziehung“ entstehen lassen.


Vor Beginn der Betreuung wird, um ein Betreuungskonzept erstellen zu können, eine Informationssammlung mit allen Beteiligten durchgeführt. Im Betreuungskonzept sind dann die Problemfelder, die Zielsetzungen, der zeitliche Ablauf und das Stundenvolumen enthalten. Das Betreuungskonzept dient u.a. als Vorlage für die endgültigen Absprachen mit dem Jugendamt. Die Dauer der Betreuungen erstreckt sich je nach Komplexität auf mehrere Jahre.

Wer vergibt und bewilligt diese Hilfen?
Ambulante Einzelbetreuung ist eine Form der Jugendhilfe. Diese wird vom zuständigen Jugendamt bewilligt.

Was muss ich tun, wenn ich Hilfe brauche?
Hilfesuchende Eltern sollten sich grundsätzlich an das örtliche Jugendamt wenden und „Hilfe zur Erziehung“ beantragen. Hier werden Sie umfassend über Hilfeformen und entsprechende Hilfsangebote Ihres Landkreises informiert.